
Bürgerbeteiligung
ist vielfach erprobt. Sie braucht nur einen ersten Schritt.
Stehen Sie als Kommune oder Landkreis vor einer schwierigen Entscheidung? Dann stellt sich die Frage: Wer sollte an der Suche nach einer Antwort beteiligt werden?
Wir finden gemeinsam das optimale Format für Ihr Anliegen und begleiten Sie bei der Planung und Durchführung.
Informieren Sie sich hier vorab oder sprechen Sie uns an!
Der Bürgerrat
Weitere Dialogformate
Team & Kontakt
Der Bürgerrat
Empfehlungen an die Politik
Die Teilnehmenden werden über das Melderegister ausgelost.
Sie diskutieren in Kleingruppen Fragestellungen der Politik und
übergeben der Politik ein “Bürgergutachten”.
Wie genau soll das gehen und was bringt das Ganze überhaupt?
Der kurze Erklärfilm von Mehr Demokratie e. V. gibt erste
Antworten. Weiterführende Informationen finden Sie nachfolgend zusammengefasst und auch in unserer Broschüre.

Themenwahl: Die Stadt, Gemeinde oder der Landkreis identifiziert ein relevantes Thema, das in einem Bürgerrat behandelt werden soll. Anregungen dazu können durch die Bürgermeister, einzelne Abgeordnete oder Bürgerinnen eingebracht werden.
Beschluss: Das zuständige demokratisch gewählte Gremium entscheidet über die Einrichtung des Bürgerrates und legt fest, wie mit den Ergebnissen verfahren werden soll.
Festlegung der Fragestellung: Es bildet sich ein Team zur Vorbereitung des Bürgerrates, das möglichst vielfältig zusammengesetzt ist. Die zu bearbeitende Fragestellung wird so konkret wie möglich formuliert. Häufigkeit und Zeiten der Treffen werden festgelegt sowie die Kriterien, die bei der Zusammensetzung des Bürgerrats wichtig sind (Geschlecht, Alter, Wohnort etc.).
Losverfahren:
Die Auslosung der teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger erfolgt zufällig auf Basis des Einwohnermelderegisters. An einem Bürgerrat auf lokaler Ebene sollten 20-25 Personen teilnehmen. Da nicht alle zusagen und um eine möglichst große Perspektivenvielfalt zu gewährleisten, ist es ratsam, 200-250 Personen auszulosen und anzuschreiben.
Arbeitstreffen: Der Bürgerrat trifft sich zu vorab vereinbarten Terminen in regelmäßigen Abständen. Die Anzahl und Länge der Treffen variieren je nach Thema und lokalen Gegebenheiten. Während dieser Treffen geben Experten fachliche Inputs.
Dokumentation der Empfehlungen: Die Diskussionen werden dokumentiert und zu konkreten Empfehlungen zusammengefasst. Abstimmung über Empfehlungen: Die Mitglieder des Bürgerrats stimmen über die erarbeiteten Empfehlungen ab.
Übergabe des Bürgergutachtens: Das finale Bürgergutachten wird offiziell an die entsprechenden Entscheidungsträger übergeben.
Umgang mit den Empfehlungen: Die zuständigen Gremien beraten über die einzelnen Empfehlungen und prüfen ihre Umsetzbarkeit. Die Ergebnisse werden dem Bürgerrat und der Öffentlichkeit bekannt gegeben und begründet.
Ein Bürgerrat ist wichtig, weil man den Bürgern die Möglichkeit gibt, mehr als nur per Stimmzettel mitzumachen und aktiv zu gestalten.Hendrik Sager, Mitglied des Bürgerrats Malchin
Weitere Dialogformate
zur Bürgerbeteilgung
Weitere Dialogformate können eigenständig oder in Vorbereitung eines Bürgerrates genutzt und durch uns begleitet werden.
Ein Runder Tisch bringt verschiedene Institutionen und Positionen zu einem Thema zusammen und sucht nach einem gemeinsamen Nenner oder Lösungen. Ein Runder Tisch kann daher zu (fast) allen Themen eingerichtet werden. Bei langwierigen und festgefahrenen Konflikten bedarf es Verfahren der Konfliktregulierung in Form der Mediation. Das Format des Runden Tisches kann in unterschiedlicher Weise durchgeführt werden: in Form einer regelmäßig zusammenkommenden Gruppe, mehrmaliger Treffen oder einer einmaligen Veranstaltung. In Vorbereitung eines Bürgerrates kann ein Runder Tisch mit Interessenvertretern, Verbänden, der organisierten Zivilgesellschaft und anderen Akteuren genutzt werden, um eine sog. Landkarte mit allen zu berücksichtigenden Themen, Fakten und Interessen zu erstellen und die Inputgeber auszuwählen.
Online-Bürgerbeteiligung ermöglicht es Bürgerinnen und Bürgern, sich über die reine Information hinaus auch aktiv in Entscheidungen einzubringen. Die Vorteile der Online-Bürgerbeteiligung sind vielfältig: Alle wesentlichen Inhalte sind zentral und jederzeit zugänglich. Orts- und zeitunabhängige Teilnahme ermöglicht eine breite und flexible Beteiligung. Niedrige Zugangsbarrieren fördern die Teilnahme und Inklusion verschiedener Akteurinnen und Akteure bei mehr Möglichkeiten der Interaktion. Kosten und Aufwand sind im Vergleich zu Präsenztreffen meist geringer. Strukturierte und transparente Diskussionen auf Augenhöhe werden erleichtert. In Vorbereitung eines Bürgerrates kann die Online-Beteiligung genutzt werden, um die vorab festgehaltenen Aspekte, die zu berücksichtigen sind, zu kommentieren sowie weitere Informationen und Vorschläge für Inputgeber zu sammeln.
Einwohnerversammlungen bieten die Gelegenheit für einen unmittelbaren Austausch zwischen Bürgern, Politik und Verwaltung. Sie fördern die Kommunikation und Transparenz in öffentlichen Belangen. Spezifische Themen können intensiv diskutiert werden. Auf Einwohnerversammlungen lassen sich Entscheidungen und Empfehlungen verabschieden, die von einer breiten Öffentlichkeit getragen werden. Insbesondere bei konfliktbeladenen Themen empfiehlt sich eine klare Strukturierung und eine professionelle Moderation.
Eine Zukunftswerkstatt eignet sich für das Entwickeln kreativer Ideen und Lösungsansätze. Zukunftswerkstätten haben eine festgelegte Struktur: In der ersten Phase werden alle Bedarfe gesammelt. In der zweiten Phase werden Vorschläge, Ziele und Utopien formuliert. In der dritten Phase wird eine konkrete Umsetzungsstrategie in Form eines Projektplans entwickelt. Zukunftswerkstätten dauern einen oder mehrere Tage, sind für alle offen und werden durch eine Moderation begleitet.